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Barrierefrei und preiswert

SPATENSTICH In der Nähe des Seniorenparks entsteht ein modernes Mehrfamilienhaus

Von Ulrich von Mengden
BISCHOFSHEIM. Für Bürgermeisterin Ulrike Steinbach war der Spatenstich eine Premiere. Es warf schon einen bezeichnenden Blick auf eine eher träge, öffentlich geförderte Bautätigkeit, als die Rathauschefin den symbolischen Akt im Baugebiet Wingertspfad vollzog: Fast 15 Jahre nach Beginn der Erschließungsmaßnahmen ist nun das letzte größere Grundstück verkauft, um dessen Vermarktung sich zuletzt die Gemeinde selbst gekümmert hatte.

Investor ist Michael Adam, der erst vor wenigen Monaten ein Mehrgenerationenhaus im “Alten Gerauer Weg” eingeweiht hat. In der Hans-Dorr-Allee will der Bischofsheimer Bauunternehmer nun ein mehrgeschossiges Gebäude mit insgesamt 26 Wohneinheiten realisieren. Zwölf Wohnungen sind durch die Förderprogramme des Landes mitfinanziert und unterliegen einer Mietpreisbindung von 6,50 Euro pro Quadratmeter. Für den Einzug ist ein Wohnberechtigungsschein erforderlich. Die Vermittlung übernimmt die Gemeinde.

Sachbearbeiterin Silke Vatter informierte, dass mehr Bewerber auf einer Liste stünden als Wohnungen gebaut würden. Die gute Lage nahe dem Seniorenpark und seiner Infrastruktur sowie die behindertengerechte Ausstattung und der barrierefreie Zugang mache die Wohnungen gerade für ältere Menschen attraktiv. 14 weitere Wohnungen werden auf dem freien Markt vergeben. Insgesamt sollen 2000 Quadratmeter Wohnraum entstehen.

Das Architekturbüro Michael Müller will auf dem rund 1800 Quadratmeter großen Grundstück in viergeschossiger Bauweise “attraktive, zukunftsgewandte Architektur” schaffen. Besonderer Blickfang dürften Gauben werden, die sich fast über die gesamte Höhe des Satteldaches erstrecken. Hohe Energieeffizienz gehört zum Standard. Die Wohnungsgrößen reichen von 45 Quadratmetern beim Einzimmer-Appartement bis 107 Quadratmetern für das Vierzimmer-Penthouse im obersten Stockwerk. In einer Tiefgarage stehen 45 Stellplätze zur Verfügung. Von dort sind alle Wohnungen per Lift zu erreichen.

Niedrige Zinsen für Baugeld begünstigten die Investition, für die der Unternehmer insgesamt 4,1 Millionen Euro in die Hand nimmt. Die KFW-Bank, das Land Hessen, ein örtliches Kreditinstitut und auch die Gemeinde haben mit 3,55 Millionen Euro zur Finanzierung beigetragen. Der Bauherr hofft, dass in 16 Monaten die ersten Wohnungen bezogen werden können.